27.03.2006
Christian the strange
Manchmal bemerke ich seltsame Dinge an mir.Das tun wir alle, deswegen schreiben wir Blogs - oder wir sind eher voyeuristisch veranlagt und lesen nur welche - aber jetzt mal im Ernst:
Ich kann sei Tagen zum Arbeiten am besten
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Danke für die guten Worte. Ach ja, und Glückwünsche auch noch.
22.03.2006
Musik nonstop
2006 wird ein Konzertjahr. Endlich mal wieder.Namedropping auf dem Stand vom 22.3.2006: Tony Levin, Seeed, Wir sind Helden, Robbie Williams, Red Hot Chili Peppers, diverse Jazzkonzerte im
Teilweise nur von Teilen des Hauses jawl besucht, aber immerhin.
Außerdem teilweise mit freundlicher Unterstützung des und in Kooperation mit dem Haus
Um so herzlicher »Merci!« sagt S.
14.03.2006
Defences down with the trust of a child
Es muss 1988 gewesen sein.Peter Gabriel kannte ich dem Namen nach, wusste, dass er der Sänger der Langweilertruppe Genesis gewesen und ausgestiegen war, bevor die langweilig geworden waren. Und dass wahre Fans nur die »echten« Genesis vor dem Ausstieg mochten.
Ich selber hatte kurz vorher Iron Maiden, Anthrax und Metallica entdeckt, hörte mich gerade in die Suicidal Tendencies rein, hatte die Haare endlich etwas länger und mit Popmusik echt wenig am Hut.
Dann fuhren der
Der Ex-Nachbar kiekste mich dann ständig in die Rippen und quickte dazu grinsend »Shock the monkey!« Wohl weil der Typ auf der Cassette das gerade sang.
Ich war am Ende des Liedes zwar einigermassen genervt, aber durchaus an der Musik interessiert.
Das war definitiv anders als das, was ich unter Popmusik bis dahin kannte. Zur Erinnerung - 1988 hatte Dieter Bohlen gerade das erste Mal einen Schlusstrich unter das Kapitel
»Shock the monkey« also. Hm. Klang gar nicht übel. Trotz der Synthesizer - die waren bei echten Kuttenträgern wie ich einer werden wollte ja verpönt.
Als wir in Würzburg ankamen kannte ich ausserdem noch »D.I.Y.«, »Biko«, »On the air« und natürlich »Solsburry Hill«. Und ein paar andere. Klang alles gar nicht übel.
Und, ganz wichtig: Man nervte die
Am Ende der einwöchigen Fahrt kannte ich alle Titel der
Der Ex-Nachbar bekam den Auftrag, möglichst schnell eine Cassette aufzunehmen und der Typ in der Parallelklasse, der die Tische in der Teestube immer mit fast 1m hohen »peter gabriel« - Buchstaben verzierte erschien in einem neuen Licht.
Die prompt gelieferte Cassette verließ dann für ziemlich genau ein Jahr nicht mehr das Fach meines Watson-Ghettoblasters, der in Ermanglung einer echten Stereoanlage mein Zimmer beschallen musste; sie lief in dieser Zeit so ca. drei mal am Nachmittag.
Dann war sie ziemlich durch, ich konnte jeden Ton mitsingen und kümmerte mich um Substitionsmittelchen wie die
Freak. Dabei sah der so harmlos aus. Kein Wunder, dass der nicht mehr mit Phil »Schwiegersohn« Collins gekonnt hatte.
Ich begann, echten Respekt zu bekommen. Meine Heavy-Metal-Zeit hatte mir eine Menge mehr Verständnis für Musikalität gelehrt, als es Dieter B. oder Sandra je hätten tun können und ich begriff, dass hier ein echter Künstler am Werk war.
Trotzdem war Peter Gabriel für mich immer noch eine Art Geheimtip. Die »So« hielt sich zwar beharrlich jahrelang in den Lesercharts der
Da ich ja auf dem Dorf lebte und wir uns dort noch länger in der Ära der drei Fernsehsender befanden gingen zum Beispiel sämtliche Videos an mir vorbei. Auf Tour kam der Mann auch nicht - so blieb der Gabriel-Kosmos recht überschaubar.
Anfang der 90er kam dann eine neue Platte.
Außerdem hatten Nirvana und Pearl Jam mich wieder mal an die Energie laut gespielter Gitarren erinnert.
Ich verpasste also völlig die Secret World-Tour und Herr Gabriel verschwand für einige Jahre aus meinem Blickfeld. Die Live-Platte hab ich mir noch gekauft, fand sie aber im Vergleich zur »Plays Live«, die immer noch - wen wunderts - für mich das Maß aller Dinge darstellte, recht flach.
Gelegentlich las ich mal hier und mal da ein paar Worte: Herr Gabriel baute sich ein
Und in der Disko hopsten alle unbeholfen auf den 7er-Beat von »Solsburry Hill« und beförderten das Lied langsam auf die »abgenudelt«-Liste.
Fast 10 Jahre später stand auf einmal eine neue CD im Laden.
Hm, interessantes Stück nicht soo eingängig, ja, mal weiterhören.
»Growing Up«. Wow. Alles war wieder da. Die gesamte Magie war wieder da, als wäre sie, als wäre er nie weggewesen. Ich glaube, ich habe damals
Anfang 2003 kam er dann nach Deutschland auf »Growing up«-Tour. Der Ex-Nachbar und ich telefonierten aufgeregte Blitzanrufe hin und her und nervten unsere Leser mit tagelangen
In der vollen Oberhausener Arena habe ich glaube ich das erste mal begriffen, mit wie vielen Menschen ich dieses Glück teilte. Ja, manchmal brauche ich etwas länger.
Das ist jetzt auch schon wieder fast 3 Jahre her, dazwischen gab es noch ein Konzert und drei DVDs.
Und jedesmal, wenn ich daran denke, wenn ich die Musik höre oder diese wunderbaren Menschen im Fernseher auf der Bühne sehe, wenn ich sehe, wie sie zusammen Spass haben und gleichzeitig auf höchstem Niveau Musik machen, die Millionen Menschen direkt in die Seele klingt - jedesmal dann werden DSDS, die Klingeltoncharts und alle anderen dieser Auswüchse genau das, was sie sind: Dumpfer Mist, der mir immer wieder ins Hirn gepumpt werden soll, um wichtig zu scheinen.
Insofern erreicht Herr Gabriel mit seiner Musik inzwischen noch mehr, als er vermutlich je gedacht hat: er rückt immer mal wieder ein vom Medienbombardement angeschlagenes Weltbild gerade.
08.03.2006
Tips für Musiker bei einer Jazz-Session
- Spiele nichts von den Dire Straits. Du bist hier nicht bei einem Deiner Wochenendjobs.- Wenn Du es trotzdem tust, spiele nicht »Money for nothing«. Das Wort »abgenudelt« wurde für dieses Stück erfunden.
- Lass bitte die Rockstarposen sein. Das Intro-Riff ist geil, keine Frage, aber es gibt - und gab damals schon - deutlich
- Wenn Du trotz aller Warnungen genau das tust, dann spiele es gut. Singen kann Herr Knopfler auch nicht so dolle, das ist kein Problem, aber S P I E L E es gut. Der Mann hat jahrelang die Gitarristenpolls angeführt; das Ding ist komplizierter als Du denkst.
Oder habe ich die Parodie nicht verstanden?
Ich soll nicht immer nur rummäkeln?
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06.03.2006
We're coming back with another bombtrack
Rage hatten es nicht schwer.
Je nachdem, was der DJ im Lieblingsclub ausgewählt hatte, hörte man von Rage zuerst ein herzhaftes "Fuck you, I won't do what you tell me" oder ein nicht minder fröhliches "Coming back with another bombtrack".
Rage waren wütend. So unendlich wütend, wie ich vorher und auch nachher nichts vergleichbares gehört hatte.
Die Tracks prügelten sich auf einem unglaublich präzisem Rhythmusfundament in die Ohren, darüber überrraschte ein Gitarrist mit vorher nicht gehörten Sounds und darüber schrie uns Zack de la Rocha seine Wut über alle Ungerechtigkeiten der Welt ins Gesicht.
Und auf dem Cover verbrannte sich ein Mönch.
Ich glaube, dass es Zeit braucht, um so viel Wut anzusammeln. Dass man mit Anfang zwanzig, auf der ersten Platte diese ganze Wut noch kanalisieren kann.
Aber wenn man - egal wie credibel oder nicht - jeden Abend vollen Konzerthallen ins Gesicht schreit, ist die Wut irgendwann verraucht. Sucht sich andere Wege, wird intellektueller, wird feiner, weniger ungestüm.
Ich habe die zweite CD noch ein paar mal gehört, aber schnell vergessen.
Und danach keine weitere mehr mitgekriegt.
Die erste reichte.
Für Jahre. Bis jetzt für 14 Jahre, aber ich denke auch noch für die nächsten...
01.03.2006
Haben will!
Falls jemand noch nicht weiss, was er mir zum Geburtstag schenken soll:28.02.2006
Programmtip für den schnellen Leser
22.02.2006
Trax
Oh, ein Musik-Stock. Lag bei - Ein Lied aus deiner frühesten Kindheit:
Waterloo von Abba. Ich kenne es nur aus der Familienfeier-Geschichte. Aber die berichtet, dass ich vor dem Urlaub in Grömitz nicht sprach. Zu faul. Einfach keine Lust.
Nach dem Urlaub und vor allem nach der Eisdiele sprach ich - unter anderem in dem ich vehement »Waterloo« einforderte. Also Eis. Weil das da wohl im Kreis lief.
- Ein Lied, das du mit deiner ersten großen Liebe assoziierst:
Da gibt es zwei. Beide recht unromantisch. Zum einen Eye of the tiger, weil ich nach dem ersten Korb nach Hause kam und als einzig öffentlich rechtliche Ablenkung Rocky lief.
Wir kamen aber dann doch noch zusammen.
Und als sie dann doch irgendwann wieder Schluss machte, tat sie es wegen Halbstark von den Toten Hosen.
Aber das ist eine eigene Geschichte.
- Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert:
Killer von Seal.
Das lief einen sehr schönen Dänemark-Urlaub lang im Kreis - Ihr wisst schon, einen von diesen Urlauben, wo man sich seine Clique und ein paar Füll-Leute ins Auto setzt, in der absoluten Nebensaison nach Dänemark in ein Poolhaus am Strand fährt und da für 500,- Mark die Woche zu zehnt wohnt. Und ohne alte, dafür aber mit neuen Freunden nach Hause kommt. Und mit neuen Feinden.
- Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst:
Hit me one more Time und überhaupt die frühen Britney Spears Stücke. (Gibt es späte?)
- Ein Lied, das dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat:
Äh, vermutlich Killing in the name von Rage against the machine. Ich neige da eher zu lauter Ablenkung.
- Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast:
Solsburry Hill. Weil die Cassette mit der Plays Live ca. ein Jahr lang nicht den Player verlassen hat. 3 mal am Tag und dazu diverse Oberstufenparties und Disconächte dürfte für einen soliden Platz eins reichen.
- Ein Lied, das dein liebstes Instrumental ist:
Hm, die Frage lautet also: Was ist Dein Lieblingsstück von Miles Davis? Und das kann ich nicht beantworten. Sorry, lieber Popmusik-affiner Fragenschreiber, wenn der musikalische Horizont über Pop und Rock hinausgeht ist ein Instrumental nichts besonderes. Und mein liebstes Lied überhaupt könnte ich auch nicht bestimmen.
- Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert:
Round midnight kennen dann auch viele angeblich militante nicht Jazz-Hörer.
- Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst:
Jeremy von Pearl Jam. Fragt nicht.
Wobei ich denke, dass ein wirklich gutes Lied einen immer irgendwo erwischt, immer den Eindruck erweckt, nur für einen selbst und die aktuelle Situation geschrieben zu sein. Sorry, Herr Bohlen, das ist der Teil, der nie klappt.
- Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (& welche das ist):
Mir fallen eh nur Frauen-Begebenheiten ein - so das erste Date mit S., an das ich immer bei Geht ab von der Jazzkantine denken muß, also erzähl ich auch noch kurz die unterhaltsamere Geschichte, die ich oben schon angerissen hatte:
Meine erste Liebe hatte eine beste Freundin. So wie Mädchen das ja gerne haben, aber dass das so ist und was das bedeutet, das war mir damals nicht so klar.
Die beste Freundin hatte einen Freund. Auch das kommt vor.
Der Freund hatte ein Mofa. Auch das kam damals noch häufiger vor.
Ich hatte kein Mofa, fand Mofafahrer eh doof und musste, als ich diesen Typen mit seinem Oberlippenfussel und dem dicken Helm auf der Zündapp sah sofort in einem totalen Lachflash immer wieder Halbstark, oh Baby, Baby halbstark, halbstark nennt man sie... im Kreis singen.
Und lernte am nächsten Tag, »dass wir wohl doch nicht zueinander passen« Und dass beste Freundinnen mit 16 immer weiter oben stehen als man selbst.
Learnt it the hard way.
- Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst:
Das ist kein Lied, das ist die Ascenseur Pour l'Echafaud von Miles.
- Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht:
Alive von Pearl Jam und Ana begins von den Counting Crowes.
Ersters war einfach eine gute Zeit und zweiteres war S. und mein »Wir kommen uns endlich näher« - Lied.
- Ein Lied, das momentan dein Lieblingssong ist:
Killer in der Version von Frau Morisette kann ich mir sehr gut sehr oft anhören. Ich mag das Stück eh sehr gerne und ihre Version ist recht geil.
Außerdem hat mir der
Ex-Nachbar letztens eine Version von Games without frontiers mitgebracht, die mich jedesmal wieder umhaut und deswegen im Kreis läuft. So hätte es immer klingen müssen, denke ich. Nicht, dass ich es vorher nicht gemocht hatte, aber ...
- Ein Lied, das du deinem besten Freund widmen würdest:
You've got a friend von Carole King. Meines Erachtens die schönste in einem Song verpackte Liebeserklärung an einen Freund ever.
- Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört:
Lied? Schon mal versucht, das Holz zu hören?
- Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst:
Weiss nicht. Peter Gabriel schafft es immer wieder, kleine Bilder in seine Texte einzubauen, die aufstrahlen und mich direkt in der Seele treffen - und die ich mir auch immer wieder nur wegen dieser Stellen anhören kann. Zum Glück ja nicht nur deswegen.
- Ein Lied, das weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefällt:
Mein Gott, das ist hier aber alles durch die Charts-Brille gesehen.
Ich habe kein dezidiertes Lieblingslied von Patricia Kaas. Ich mag fast alles, was sie so macht.
Bis auf die reinen Blues-Sachen. French shouldn't do the Blühühüs.
- Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst:
Nachdem ich sie oben erwähnte, hab ich fix bei ITunes endlich mal die erste Rage against the machine - CD gekauft. Dabei kann ich mich gut abreagieren. Ja. Sehr gut. Mein Gott, über 10 Jahre später und immer noch so viel Kraft.
- Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte:
It is a good day to die von äh... such... Robbie Robertson.
- Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest:
Ach... da gibt es so viele Sichtweisen, warum ein Lied das beste sein sollte.
Da gibt es sicherlich - mir fällt natürlich zuerst Mr. Miles »Ich habe 5 mal die Musik revolutioniert und was machen Sie hier?« Davis ein - einiges von Miles. Pharaos Dance vielleicht, weil es so revolutionär war.
Killing in the name, weil es seit Jahrzehnten das aggressivste, überraschendste war.
Sledgehammer weil es zu Recht jahrelang in den ME/Sounds Charts war.
Wendekreis des Steinbocks weil es so eindrucksvoll beweist, was mit einem Akkord passieren kann.
Und Deine Lieblingsstücke natürlich auch, klar.
04.02.2006
letzter Tag - letzte Chance
Ja, ich meinte 28.01.2006
7 Sekunden
Willkommen zum zweiten jawl-Musikrätsel.Wobei das erste so lange her ist, da könnte ich fast überlegen, einen extra Preis springen zu lassen, wenn jemand glaubhaft belegen kann, dass er sich daran erinnert.
Zurück ins jetzt:
Das Spiel ist simpel. Ich habe einen kleinen Player1 gebastelt der 10 verschiedene Song-Fragmente abspielt.
Jedes kurze Zitat ist ca. 7 Sekunden lang und stammt jeweils aus dem Anfang eines Songs, der vor kurzer oder längerer Zeit in den Hitparaden oder im Radiodauereinsatz war.
Wer mir bis zum 4.2.2006 alle 10 Songs und Interpreten per eMail an
Falls das keiner hinkriegt gewinnt natürlich der mit den meisten richtigen.
Preise: Es gibt nur einen Preis - für den absoluten Gewinner - und zwar einen individuelle Mixed-CD aus dem Hause jawl. Der Gewinner sagt mir, ob er eher melancholische Herbstmusik, chilligen Abhäng-Kram, lustige Sommermusik oder sonstwas haben möchte und ich mixe aus dem Fundus meiner
Alles klar?
Ach ja: Angehörige und Angestellte des Hauses jawl dürfen natürlich nicht mitmachen. Liebste S., das ist für Dich.
Jetzt ist aber alles klar. Dann klick doch einfach
1) sorry, der Player hat ca. 1 MB. Ich konnte zwischen klein und anhörbar wählen und habe zugunsten des Klanges entschieden.
2) für die, die es nicht kennen: das ist mein Laptop
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28.12.2005
Allerschärfste Glückwünsche!
Gerade im Ohr: Ausgeschlafen vom United Jazz + Rock Endemble
13.12.2005
Sarah Connor
Sarah Connor sitzt wieder mal bei Herrn Raab.Sie macht mich ja immer nachdenken.
Zum einen ist sie - davon bin ich immer noch überzeugt - die einzige deutsche Sängerin mit internationalem Format in Deutschland.
Zum anderen leistet sie sich dann so doofe Patzer wie das Wetten dass - Kleid (ok, lange her) oder »brüh im Lichte...« (ziemlich dumm gelaufen)
Ihre ganze »Sarah & Marc in Love« - Kacke finde ich zwar hochnotpeinlich aber ebenso hochprofessionell. Vermarkten gehört zum Business.
Und anscheinend gönnt es ihr niemand. Alle reden über das fies weissgeklinkerte Haus, über das Kleid oder die Hymne, über den unsäglichen Wedding-Planer - aber keine über die Musik. Keiner darüber, wie sie Wycliff zum Duett bekommen hat oder den Soundtrack für Pixar.
Eigentlich fies deutsch.
12.12.2005
Offene Session »alle styles sind erlaubt«
Für nicht-Musiker: Session bedeutet, dass Menschen zusammen auf einer Bühne stehen, die noch nie zusammen gespielt haben. Oder zumindest noch nicht mit dem Stück, das sie gerade spielen. Oder zumindest ohne Probe. Oder dass jemand mitmacht, der noch nie dabei war. Oder dass es gar kein Stück im klassischen Sinne war, sondern irgendwer hat angefangen, irgendetwas zu spielen und die anderen machen mehr oder weniger gut mit.Und vielleicht finden sie ein gemeinsames Ende.
Letzteres ist dann richtig geil, wenn die, die oben stehen einigermassen begabt an ihren Instrumenten und sehr begabt im Zuhören sind. Denn wenn sich die Teilnehmer zuhören, ihre Ideen gegenseitig mit Interesse aufnehmen und weiterentwickeln, wenn man sich gegenseitig Platz gibt und sich bemüht nicht nur das Ego, sondern die Idee, die in dem Moment entsteht zu featuren - dann wirds geil.
Manchmal passiert natürlich auch das genaue Gegenteil, manchmal können die Leute, die sich auf die Bühne trauen all das gar nicht. Oder sie wollen es nicht. Oder sie wollen mal eben wixen und wieder gehen. Oder sie haben heimlich vorher geprobt und nutzen die Session als offenes Forum, sich mal auf einer Bühne auszuprobieren. Manchmal kommen auch zwei Leute auf die Bühne und rufen »Bitch!« ins Publikum.
Das alles ist natürlich völlig anders als ein Konzert wir wir es sonst so kennen. Das ist manchmal etwas schräg, manchmal entsetzlich langweilig manchmal sehr, sehr anstrengend und meist ziemlich gut.
Und macht völlig Spass, weil eben noch wirklich etwas passiert - all das, was da auf der Bühne geschieht, lebt. Quasi das Gegenteil eines No Angels - Playback - Konzertes. Muss man sich nur drauf einlassen können.
Für Musiker und die, die jetzt begriffen haben, worum es geht: Am Samstag war Session im
09.12.2005
Pandoras Box
Gerade vom 
Pandora beruht auf dem
On January 6, 2000 a group of musicians and music-loving technologists came together with the idea of creating the most comprehensive analysis of music ever.
Together we set out to capture the essence of music at the most fundamental level. We ended up assembling literally hundreds of musical attributes or "genes" into a very large Music Genome. Taken together these genes capture the unique and magical musical identity of a song - everything from melody, harmony and rhythm, to instrumentation, orchestration, arrangement, lyrics, and of course the rich world of singing and vocal harmony. It's not about what a band looks like, or what genre they supposedly belong to, or about who buys their records - it's about what each individual song sounds like.
... und läuft jetzt seit ein paar Minuten zur großen Zufriedenheit bei mir als Ersatz für den Low-Quality-Stream von WDR2.
Im Gegensatz zum von mir ebenfalls heissgeliebten
Und ich entdecke gerade ständig neue Musik. Sehr fein.
Merci dafür!
28.10.2005
Liebe Heike Makatsch,
ich habe mich gestern so sehr fremdgeschämt und deswegen muss ich Ihnen hier schreiben.(Fremdschämen ist ein wunderbares Wort, dass ich bei
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22.10.2005
Dudel Di Dumm
Bei »Im Supermarkt, im Fahrstuhl, im Hotel: Überall Gedudel. Ein Besuch bei der Firma Muzak, die für die gefällige Klang-Soße verantwortlich ist.«
Wer mich kennt dürfte jetzt etwas erstaunt sein, denn hier läuft immer Musik.
Aber genau darum geht es mir - hier läuft Musik. Ich habe mir Musik ausgesucht, ich möchte selber bestimmen können, was nebenbei noch so in meinen Kopf eindringt. Und wenn ich im Cafe von den besten Hits der 90ern penetriert werde, wenn H&M für mich beschließt, dass es jetzt der Mix »Britpop« sein muss und wenn sogar der Fahrstuhl meint, mir meine kleine wohlige Klaustrophobie-Attacke mit Kruder und Dorfmeister - Chill versauen zu müssen - das ist zuviel.
»Aber wo ist die Grenze der Besonnenheit, wenn Du einkaufst und John Lennon durch den Supermarkt hallt« fragte
Der geht wahrscheinlich auch gar nicht mehr raus.
Sucht jemand alte Mercedes Benz Mixed Tapes?
08.10.2005
Habe da mal eine Frage …
Sehr geehrter Herr Satan,da haben Sie ja nun jahrelang Ihre Botschaften recht preisgünstig mit Hilfe der damals recht verbreiteten Langspielplatten unters Volk gebracht.
Seit der Erfindung der CD und erst recht der MP3 dürfte sich das aber doch erledigt haben, oder?
Ach hören Sie mir auf. Wir haben natürlich versucht, auch auf dem Computermarkt eine Nische für uns zu besetzen. Aber einen Download rückwärts spielen? Da laden Sie den Mist ja gleich wieder hoch.
Und der Betriebssystemmarkt ist ja eh seit Jahren in festen Händen, da sind wir ja auch viel zu schwach aufgestellt …
Vielen Dank für dieses Kurzgespräch.
30.09.2005
Wir hatten gute Zeiten - und Ihr wart mit dabei …
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